Eine weitere Zäsur im Werk, wenn auch nicht ganz so radikal wie weiland „Swordfishtrombones“ oder gar „Bone Machine“. Aber der komplette Verzicht auf das Tom Waits-Instrument überhaupt, das Klavier, ist schon ein auffälliger Schritt. Stattdessen eine Fokussierung auf die Stimme, die nicht nur zur Gesangs-, sondern auch zur schlichten, perkussiven Geräuscherzeugung genutzt wird. Überflüssig zu erwähnen, daß das bei Waits weniger freundlich klingt als bei Kollegin Björk, die ihr im selben Jahr erschienenes „Medúlla“ ja auch in erster Linie der menschlichen Stimme gewidmet hatte. Der erste Song ist in dieser Hinsicht mit der extremste; man könnte mutmaßen, Waits habe ihn zur Abschreckung an den Anfang des Albums gesetzt, um Unbefugte fernzuhalten. Denn wer dabei bleibt, wird zwischen einigen der sperrigsten Waitsschen Klang-Attacken seit Langem unvermutet auf erstaunliche Perlen stoßen. Die letzte und schönste davon darf hier nicht unerwähnt bleiben, zumal auch dieser Song ein Novum im Schaffen des Grantlers darstellt: „The Day After Tomorrow“ ist ein expliziter Antikriegssong. Einer der berührendsten überhaupt, von jedwedem Hippie-Sentiment ganz weit entfernt. Die daran anschließende Reprise des Albumanfangs ist im Grunde überflüssig, aber Waits wollte wohl ganz sichergehen, daß ihn niemand für gefühlig hält… (2004/2017)
Real Gone
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Kategorie: POP
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